Birkenfelde

Birkenfelde ligt in einem Talkessel am Birkenbach zwischen Iberg (im Osten), Heiligenberg (im Südwesten) und der Hennefeste (im Westen).
Auf der Hennefeste steht die Maria-Hilf-Kapelle, die alljährlich zu Pfingsten ein beliebter Wallfahrtsort ist.
Urkundlich wird Birkenfelde erstmalig im Jahre 1055 erwähnt. In diesem Jahr vermachte Erzbischof Luitpold von Mainz dem Stifte Nörthen in Berchinafeld 6 Hufen Landes. Als typisches Haufendorf sind die Häuser um die im Mittelpunkt auf einem Felsmassiv stehende St. Leonhard Kirche angeordnet. Die Kirche ist eine sogenannte Wehrkirche und nur aus nördlicher Richtung auf ebenem Weg zu erreichen, ansonsten ist das Grundstück teilweise mit einer 8 m hohen Sandsteinmauer umgeben.
Birkenfelde ist eine fränkische Siedlung und hat die einzige St. Leonhard Kirche im Eichsfeld. Die barocke Kirche besitzt einen wertvollen Hauptaltar aus dem Jahre 1715. Ein Gemälde von der Auferstehung Christi ist das Herzstück des Altares, dessen Oberbau eine plastische Darstellung der „Fünf Wunden" zeigt. Im Altarstein ruhen die Reliquien der Hl. Pius, Candidus und Cäcilia. Die Orgel wurde um 1910 durch Anton Feith, Paderborn gebaut. 1996 kaufte die Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands einen denkmalgeschützten Vierseitenhof im Mitteldorf. Sie richteten dort ihren Bundeshof ein und bemühen sich, das Ensemble denkmalgerecht zu sanieren.